Ich bin ein Kind der 70er Jahre und die liebevollen Illustrationen in John Seymours Nutzgartenklassiker von 1978 versetzen mich sofort in meine Kindheit zurück. Ich sehe meine Eltern und meine Großmutter ~ die damals mit uns in einem Haus lebte ~ im Garten arbeiten, während ich im Sommer barfuß auf dem Rasen umherlief, mit Freunden schaukelte und ab & zu etwas in mein Kinderbeet pflanzte. Wie wertvoll diese Erfahrungen vorheriger Generationen sind, erleben wir in heutigen Krisenzeiten wieder und Selbstversorgung hat durch die Corona-Pandemie plötzlich einen ganz neuen Stellenwert erhalten. Ein Gartenbuchklassiker aus England, den ich heute gerne wieder zur Hand nehme. Probeseiten findest du HIER
Dieser Gartenklassiker von Marie-Luise Kreuter aus dem Jahr 1981 erscheint mittlerweile in der 28.Neuauflage und wird nicht ohne Grund „die Bibel der Biogärtner“ genannt. Man hat dieses Standardwerk in die Gegenwart transformiert, indem man zusätzliche QR-Codes mit Video-Links hinzufügte. Insgesamt eine äußerst umfangreiche und „dicke Schwarte“, die ich jedem Gartenanfänger nur wärmstens empfehlen kann. Aber auch erfahrene GärtnerInnen werden hier sicher den einen oder anderen nützlichen Tipp finden. Und wenn du nicht gerade darin liest, kannst du dieses Buch aufgrund seines Gewichtes wunderbar zum Pressen von Blüten verwenden! Probeseiten und das vollständige Inhaltsverzeichnis findest du HIER
Die PRINZESSINNENGÄRTEN am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg waren meine ganz persönliche Wohlfühloase, als ich für zwei Jahre in dieser schnellen, bunten und besonderen Stadt lebte. Berlin war für mich inspirierend, belebend und abstoßend zugleich. Wann immer mir alles Laute und Schmutzige zu viel wurde, radelte ich dorthin, setzte mich an einen Gemeinschaftstisch unter den schattenspendenden Bäumen, trank hervorragenden Kaffee oder eine Limonade und aß ein Stück köstliche Gartenpizza, die aus einem Container heraus verkauft wurde. Während ich dort meine Seele zur Ruhe kommen lassen konnte, beobachtete ich die Menschen um mich herum, die in diesem Community Garden miteinander und mit der Natur in Kontakt kamen. In ihrem Buch beschreiben die beiden Gründer Marco Clausen und Robert Shaw das urbane Gärtnern als „sozialen Humus“ und so habe ich es dort tatsächlich erleben dürfen. Der Garten in der Größe eines Fußballfeldes war für jeden Menschen frei zugänglich. Friedlich & freundlich wurde miteinander in Symbiose diskutiert, gegärtnert und gespeist. Ich wünsche allen Beteiligten sehr, dass am neuen Standort eine ebenso gute Atmosphäre entsteht und freue mich auf einen Besuch dort, wenn ich mal wieder im „dicken B“ bin.